Schlafprobleme

Mit diesem Problem sind Sie nicht allein.

20 bis 30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben gemäß der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) gelegentlich Schlafstörungen.

Davon leiden jedoch 4,8 Mio. Menschen (6 %) unter chronischen Schlafstörungen.

Am häufigsten leiden Menschen unter Ein- oder Durchschlafstörungen.

Wer unter Einschlafschwierigkeiten leidet, liegt oft stundenlang wach und wartet auf den erlösenden Schlaf. Je länger diese Phase dauert, umso nervöser werden die Betroffenen.

Ein Teufelskreis!

Das kann dann soweit führen, dass eine regelrechte Angst vor dem Zubettgehen entsteht. 

Ursachen ...

... für Einschlafprobleme gibt es sehr viele

Ich möchte hier einige Beispiele nennen, die sehr oft schuld daran sind, dass wir nicht einschlafen können:

1. Hormon-Ungleichgewicht 

wie z. B. bei einer bestehenden Nebennierenschwäche, Schilddrüsenerkrankung oder Schilddrüsenfunktionsstörung, Hypophysenschwäche (Schwäche der Hirnanhangdrüse), Progesteronmangel während der Wechseljahre, Melatoninmangel aufgrund von Darmstörungen (hier fehlt Serotonin, was in Melatonin umgewandelt wird), Leberüberlastung (führt zu Östrogendominanz)

 2. Vitamin- und Nährstoffmängel

wie z. B. ein Vitamin-B12-Mangel, Eisenmangel, Vitamin-B1-Mangel, Magnesiummangel, Vitamin-B6-Mangel

3. Darmprobleme 

Blähungen, Völlegefühl, Leaky Gut (durchlässiger Darm), Dünndarmfehlbesiedlung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (v. a. eine Fettunverträglichkeit führt zu Schlafproblemen, da Fette sehr lange im Verdauungstrakt verweilen, bis sie verdaut werden, ca. 10 Stunden) 

4. Abendliches Herzrasen 

durch Zuckerunverträglichkeit, Histaminproblematik, Schilddrüsenüberfunktion

5. Kreisende Gedanken 

Diese sind meist Folge einer Leberüberlastung, einer Belastung mit Parasiten oder Pilzen. Hat meistens nichts mit der eigentlichen Psyche zu tun. 

6. Blasenschwäche

Sie müssen nach dem Zubettgehen ständig aufs Klo und werden deshalb am Einschlafen gehindert?

Das kommt nicht selten vor und kann seine Ursachen in einer Nebennierenschwäche haben oder in einer Nierenfunktionsstörung.

Schlafen Sie gut und schnell ein? Wachen dafür aber oft zwischen 3 und 4 Uhr auf?

Das Aufwachen in dieser Zeit hängt in den meisten Fällen mit unserem Hormonspiegel zusammen, genauer gesagt mit dem Zusammenspiel aus Melatonin, Serotonin und Cortisol. 

Cortisol

Cortisol ist das Gegenstück von Melatonin. Es wird in der Nebennierenrinde gebildet und bewirkt das Gegenteil von Melatonin, unserem Schlafhormon, – es lässt uns aufwachen.

Produzieren wir zu viel oder zu wenig Cortisol, z. B. aufgrund einer Nebennierenschwäche oder bei vermehrtem Stress, der dazu führt, dass wir viel zu früh aufwachen. 

Grübeleien

Hinzu kommt, dass die Durchblutung unseres Gehirns in dieser Nachtphase in bestimmten Bereichen etwas heruntergefahren ist.

Wenn wir aufwachen, sind wir deshalb anfälliger für negative Gefühle wie Angst, Pessimismus und Dünnhäutigkeit.

Wir wachen also während dieser Phase in der Nacht nicht nur leichter auf, sondern wir schlafen auch schwieriger wieder ein, weil wir schnell in Grübeleien und negative Gedankenspiralen verfallen.  

Wer sich nachts zu lange mit den Problemen von morgen beschäftigt, ist am nächsten Tag zu müde, sie zu lösen.

(Rainer Haak)



Histamin

Auch ein zu hoher Histaminspiegel lässt und nachts erwachen...

Auch ein erhöhter Histaminspiegel kann ursächlich für das Erwachen öfter um ca. 3 Uhr nachts sein.

Histamin im Gehirn wirkt ähnlich stimmulierend wie Koffein. Das kann uns nachts den Schlaf rauben. Ein hoher Histaminspiegel im Gehirn vermittelt den Nervenzellen: "Achtung Gefahr: Jetzt bloß nicht schlafen!"

Dass am späten Abend Schokolade, Rotwein und andere histaminreiche Lebensmittel uns den Schlaf rauben können, das haben wahrscheinlich schon viele Betroffene festgestellt.

Allerdings haben wir im Gehirn auch viele Zellen, die selbst Histamin produzieren und noch mehr Nervenzellen mit Rezeptoren für Histamin.

Für die Histaminregulierung im Gehirn ist es vor allem wichtig, genügend Tiefschlaf zu haben, sonst kann im Gehirn Histamin nicht ausreichend abgebaut werden.

Ein Teufelskreis: Ein hoher Histaminspiegel im Gehirn kostet wertvollen Tiefschlaf, den wir eigentlich bräuchten, um Histamin zu senken. 
 

Auch bei Gesunden ist der Histaminspiegel im Nervensystem um drei Uhr nachts am höchsten. Aber er erwacht davon nicht.

Werden Sie regelmäßig um diese Zeit wach, könnte das auch an einem zu hohen Histaminspiegel liegen. 

Wie kann ich Ihnen helfen, Ihren Schlaf zurückzuerobern?

Wir werden zusammen die Ursachen Ihrer Schlafprobleme herausfinden, um Sie dann mit einem individuellen Therapieplan anzuleiten und mit manuellen Therapien unterstützen zu können. 

Ein erholsamer Schlaf stellt sich oft früh in der Behandlung ein, so dass nicht die gesamte Problematik, die dahinter steckt, zurerst behoben sein muss. 

Haben Sie Fragen oder wollen näheres wissen? Gerne bin ich bereit, Ihnen aus Ihrem "Teufelskreis" herauszuhelfen.

Die beste Brücke zwischen dem Ufer der Verzweilung und dem Ufer neuer Hoffnung ist eine gut durchschlafene Nacht. 

(Volksweisheit)

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