Was ist Osteoporose – und wer ist gefährdet?

Osteoporotischer Knochenschwund wird durch eine Stoffwechselkrankheit ausgelöst. Das Ergebnis sind poröse, für Brüche anfällige Knochen. 

Das menschliche Skelett besteht aus aktivem Gewebe:

Auf- und Abbauprozesse in der Knochenstruktur werden dabei unter anderem von hormonellen Veränderungen beeinflusst, weshalb Frauen in den Wechseljahren besonders osteoporosegefährdet sind. Denn durch die Umstellung des Hormonhaushalts und den Östrogenmangel wird Knochensubstanz abgebaut, die Knochendichte nimmt ab und die Knochen werden folglich anfälliger für Brüche.

Ernährung: 

Auf welche Lebensmittel Sie besser verzichten sollten

Verzichten Sie auf Alkohol, kochsalz- und fettreiche Kost, auf Speisen mit hohem künstlichen Phosphatgehalt wie Wurst, Schmelzkäse, Fleisch und viele Fertigprodukte, auf zu viele Ballaststoffe, auf Lebensmittel mit viel Oxalsäure (Spinat, rote Beete, Rhabarber, Schokolade...) sowie auf Kaffee

Warum nur natürliches Phosphat? 
Natürliches Phosphat kann vom Körper vollständig aufgenommen werden, künstliches bzw. unnatürliches Phosphat nicht und führt zu einem Phosphat-Überschuss. Der Körper wird regelrecht überschwemmt und Kalzium wird dadurch aus den Knochen freigesetzt. Außerdem kann weniger Kalzium über den Darm aufgenommen werden.

Warum keine Oxalsäure und Phytinsäure? (Kalziumblocker)
Beide bilden zusammen mit Kalzium unlösliche Komplexe, die unverändert über den Darm ausgeschieden werden. Sie verhindern die Kalziumaufnahme im Darm.
Spinat, Mangold, Rote Beete, Rhabarber, Hülsenfrüchte, Weizenkleie, Kakaopulver und Blockschokolade enthalten im Vergleich zu anderen Lebensmitteln bis zu 600-fache Mengen dieser Kalzium-Blocker. Sie müssen diese Lebensmittel deshalb aber nicht komplett von Ihrem Ernährungsplan streichen. Reduzieren Sie die Verzehrmenge und achten Sie darauf, die Nahrungsmittel nicht in Verbindung mit Kalziumlieferanten wie Joghurt, Milch oder Käse zu verzehren.


Warum wenig Salz? 
Salz fördert die Ausscheidung von Kalzium.
 

Keinen Quark! 
Denn Quark hemmt die Kalziumaufnahme. Auch keinen Sauermilchkäse (Harzer Käse), Frischkäse und Hüttenkäse (ungünstiges Phosphor-Kalzium-Verhältnis)

Keinen Kaffee!
Kaffee kann die Kalziumausscheidung über die Nieren verstärken. Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke kurbeln die Wasserausscheidung über die Nieren an. Auf diese Weise geht Kalzium über den Urin verloren und kann vom Körper nicht vollständig verwertet werden. Wenn Sie auf Kaffee als morgendlichen Wachmacher nicht verzichten wollen, sollten Sie die Menge von drei Tassen pro Tag nicht überschreiten. Auch gegen ein Glas Cola hier und da ist nichts einzuwenden.

Und Eiweiß?

Zuviel Eiweiß ist ungünstig, wie aber auch zu wenig Eiweiß: Wurst, Eier, Fleisch sollten deshalb nur in Maßen gegessen werden

Lebensmittel, die Sie bevorzugen sollten

Lebensmittel, die die Knochen stärken: 

Ein idealer Speiseplan sollte aus reichlich Getreideprodukten, Kartoffeln und mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag bestehen. Fisch darf dabei ein- bis zweimal pro Woche auf dem Teller landen, während Fleisch, Wurstwaren und Eier in Maßen und Süßigkeiten sowie Alkohol nur selten verzehrt werden sollten.

 

Kalziumreiche Ernährung

Nüsse, Samen wie Leinsamen, Mandeln, Brokkoli, Rucola, Sellerie, Pseudogetreide (Amaranth, Quinoa), 

Sojaprodukte: Sojabohnen enthalten viel pflanzliches Östrogen, Tofu, Tempeh, Seitan

Kalziumreiches Mineralwasser

Wichtig: Vitamin D: Am besten Präparate mit Vitamin K zusammen

Magnesium: Magnesium ist nicht nur für den  Erhalt und die Regeneration der Muskeln essenziell, sondern auch maßgeblich an der körpereigenen Bildung von Vitamin D beteiligt. Natürliches Magnesium kommt in Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen, Vollkorngetreide und Fisch vor.

 

Welcher Sport ist gut?

Gymnastik, Krafttraining, Nordic-Walking, Wandern, Schwimmen, Radfahren

 

Was verschlimmert Osteoporose?

Lebensstil: Vitamin D Mangel, Kalziummangel, Bewegungsarmut, Rauchen, hohes Lebensalter, Untergewicht, früher Eintritt in die Wechseljahre 

 

Ist Wärme gut?

Massagen sind weniger geeignet. 

Bewegungsbäder mit warmen Wasser (Thermalbad) führen zu einer Muskellockerung und somit zu einer Beschwerdelinderung

 

Erste Anzeichen einer Osteoporose: 

Eine Osteoporose kommt oft schleichend. Zu Beginn sind meist keine Symptome vorhanden.

Später machen sich Knochenschmerzen, meist im Rücken, bemerkbar.